Konsultationen im Spital und Laboruntersuchungen

 

KONSULTATIONEN IM SPITAL

Die Kinder werden nach der Transplantation bei Bedarf regelmässig untersucht. Der übliche Rhythmus der Konsultationen in unserem Zentrum sieht folgendermassen aus: alle 3 Monate im ersten Jahr, alle 6 Monate im zweiten Jahr und anschliessend einmal pro Jahr. Dies ist ein allgemeiner Nachbetreuungsplan, der für jedes Kind individuell angepasst wird. Diese Kontrollen erfordern vielfach einen eintägigen Aufenthalt in Genf. Ihr Kind kann entweder in das Spital auf die kinderchirurgische Abteilung eingewiesen werden oder ambulant in der chirurgischen Ambulanz (UCA) oder in der Polyklinik untersucht werden. Zwischen diesen Konsultationen im Spital finden auch Kontrollen bei Ihrem Kinderarzt oder Ihrem Gastroenterologen statt.

Im ersten Jahr kommt es oft vor, dass die Kontrollen aufgrund von Problemen mit dem Transplantat oder mit der Immunsuppression häufiger stattfinden. Bei diesen Terminen nehmen der Chirurg, der Gastroenterologe und/oder der Pfleger eine Beurteilung vor. Andere Mitglieder des Teams können Sie bei diesen Terminen je nach Bedarf ebenfalls treffen. Bei jeder Kontrolle müssen Sie die Daten zu Blutdruck, Temperatur und Medikamenten Ihres Kindes mitbringen, sein Impfbüchlein sowie alle anderen Informationen, um die man Sie gebeten hat.

 

LABORUNTERSUCHUNGEN

Im ersten Monat nach der Transplantation müssen häufig Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Der Zeitplan für die Probenentnahmen hängt von den früheren Ergebnissen und von den Symptomen ab, die bei Ihrem Kind zu beobachten sind. Wenn keine Probleme auftreten, finden Laboruntersuchungen etwa einmal pro Woche statt, dann einmal pro Monat und später einmal pro Quartal. Der Stationsarzt prüft mit den anderen Ärzten des Transplantationsteams die Ergebnisse der Analysen und ruft Sie an, wenn Veränderungen bei der Medikation vorzunehmen sind. Die Analyseergebnisse sind wichtig für das Erkennen eventueller Probleme bei Leber oder Nieren. Zudem ist es wichtig, dass das Transplantationsteam diese Ergebnisse aufmerksam verfolgt, damit es die bestmögliche Versorgung Ihres Kindes sicherstellen kann. Probleme im Zusammenhang mit der Leber lassen sich leichter lösen, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Es kommt vor, dass Veränderungen bei diesen Ergebnissen das einzige Anzeichen für das Vorliegen einer Infektion oder eines Problems mit der transplantierten Leber sind. Bei diesen Laboranalysen prüfen wir oft die Konzentrationen von Medikamenten. Hierzu muss die Blutentnahme zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt erfolgen, in der Regel zum üblichen Zeitpunkt der Einnahme des Medikaments gegen Abstossungsreaktionen. Zudem ist es wichtig, dass Sie zu der Uhrzeit erscheinen, die in der Einladung, die die Transplantationssekretärin Ihnen geschickt hat, angegebenen ist. Wenn bezüglich dieses Schreibens oder der Uhrzeit des Termins nur die geringste Unklarheit besteht, setzen Sie sich bitte sofort bei Erhalt des Schreibens mit der Transplantationssekretärin in Verbindung. Denn es ist nicht ganz einfach, diese Untersuchungen zu organisieren, und die Änderung der Ankunftszeit kann mitunter die anderen geplanten Untersuchungen unmöglich machen. Gelegentlich erfolgen in der Zwischenzeit weitere Laboruntersuchungen bei Ihrem behandelnden Arzt oder im Spital in Ihrer Nähe. Dies ist ein allgemeiner Nachbetreuungsplan, der für Ihr Kind individuell angepasst wird. Wenn Sie weit entfernt von Genf wohnen, bitten wir Sie, die Analysen in Ihrer Nähe durchführen zu lassen und Ihren örtlichen Gastroenterologen und Ihren Kinderarzt für die weitere Betreuung zu konsultieren. Legen Sie an diese Termine ebenso strenge Massstäbe an wie an die in unserem Zentrum in Genf (insbesondere im Hinblick auf die Uhrzeit der Blutentnahme).

Achtung: Blutentnahmen müssen zu dem für die Einnahme des Medikaments gegen Abstossungsreaktionen üblichen Zeitpunkt erfolgen. Das bedeutet, dass Sie Ihrem Kind die Morgendosis des Medikaments gegen Abstossungsreaktionen nicht vor Ihrer Ankunft im Spital geben dürfen. Sie können sie geben, wenn die Blutentnahme erfolgt ist, wobei eine zeitliche Verschiebung um einige Minuten kein Problem darstellt.